Mut. Immer.

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Zur Zeit sind manche Läufe für mich Orientierungsläufe. Obwohl, das stimmt nicht ganz, denn ich laufe „nur“ hinterher, werde geführt, muss den Weg also gar nicht kennen, nicht entscheiden, ob ich an jener Kreuzung links oder an jener Gabelung bergauf oder bergrunter laufe. Und genau das ist es, was mich eigentlich gerne mal stresst, nicht zu wissen, wohin es geht, über was für Wege, ob es Anstiege gibt, wie lang die Strecke sein wird, wie schnell wir laufen werden. Inzwischen aber habe ich es geschafft, diese Anspannung abzulegen und empfinde es sogar als angenehm, also nicht immer, aber doch ab und an, und ich bekomme Sicherheit in das, was ich kann, was mein Körper zu leisten vermag. Und ich bin neugierig geworden, sehr neugierig.

So gesehen sind es eher Läufe, die mich vielleicht orientierunglos machen, ohne jedoch, dass ich die Richtung verliere. Auch vorgestern bin ich wieder über Wege und durch Straßen gelaufen, die ich zum Teil noch nie durchlaufen habe oder nur von der anderen Seite kommend, was ich manchmal erst spät und mit einem Aha-hier-sind-wir bemerkt habe, zumal nachts die Stadt dann auch noch so anders aussieht. Jedenfalls war es wunderbar. Zwischendurch haben wir gewartet, sind Kringel gelaufen, bis alle Läufer der Gruppe wieder beisammen waren, haben Luft geholt. Weiterlaufen gibt Selbstvertrauen und es macht mutig, so hat sich das angefühlt. Ich will nicht stehenbleiben, verweilen ja, aber nicht anhalten und in einer Zeit wie dieser will ich mir schon gar keine Mutlosigkeit leisten.

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