Zweifelnde Zeit

 

 

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Seit ein paar Tagen, um genau zu sein, seit letztem Wochenende fühlt sich das Laufen anders an. Es ist, als muss ich mehr Atem holen, als sei er flach geworden und egal wie tief und wie fest ich einatme, es ist, als ob ich nicht mehr genug Luft in meine Lungen bekomme, klingt es doch mehr wie ein schreckhaftes Keuchen, das durch meinen Körper geht. Es ist als, ob ich es auf einmal nicht mehr schaffe, die Qual und die Pein, die die Menschheit sich selbst zufügt, beiseite zu stoßen. In meinem Kopf türmen sich grauenvolle Bilder, meine Hände sind kalt und mein Herz zittert. Die Realität erscheint unwirklich und ist doch auf brutale Weise präsenter denn je und ich fühle mich deplaziert. Ich wollte nicht, dass mir das alles so nahe geht und doch passiert nun genau das mit mir. Gestern bin ich ein bisschen über die Felder spaziert, doch der Boden wankt, scheint meinen Füßen keinen Halt geben zu können, aber vielleicht sind es auch nur meine Schritte, die taumeln, im Wind der heutigen Tage.

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